2019 01. 30 Sack Reis ermöglichen 15 Wochen lang ein Mittagessen

Zu Besuch bei der Gouverneurin der "Südbank" (von links): – Erika Birkle, Elisabeth Hahn, Selina Schüch, Karl- Heinz Schweizer, Susanne Bitzer, Karl-Heinz Birkle und Moro – langjähriger Begleiter von Delegationen des Vereins Schulen für Gambia. (Es fehlt Sabrina Bitzer) Foto: Schulen von Gambia

 

Haigerloch. Für zwei Wochen waren Susanne Bitzer, Sabrina Bitzer, Erika und Heinz Birkle, Elisabeth Hahn, Selina Schüch und Karl Heinz Schweizer vom Verein Schulen für Gambia im Januar nach Gambia gereist, um Patenschaften an 140 Kinder auszuzahlen und den letzten in Gruol beladenen Container mit Schulmöbeln und Kleidern aus dem Zollernalb-kreis in den vom Verein unterstützten Schulen und Dörfern zu verteilen.

Groß war die Freude in den beiden Schulen in Kinteh Kunda und Fonkoi Kunda über die Ankunft der Vereinsmitglieder: Mit selbstgebastelten Fähnchen in der Hand, einem fröhlichen Lachen auf dem Gesicht und einem kleinen Liedchen wurde die Abordnung begrüßt: Der größte Teil der Dorfgemeinschaft und das gesamte Lehrpersonal waren versammelt, um diesem Highlight beizuwohnen.

Neben der Auszahlung der Sponsorengelder standen die Umsetzung verschiedener Projekte im Vordergrund: An jeder Schule wurde zusammen mit dem Schulleiter und dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft das Schulgelände besichtigt, die auffälligsten Mängel diskutiert und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Karl Heinz Schweizer – bei diesem Besuch Stellvertreter des Vereinsvorsitzenden Hubert Heck – machte dabei deutlich, dass Eigeninitiative zwingend zur Unterstützung vorausgesetzt wird: Geld fließt aus Deutschland und Eigenleistungen aus dem Dorf.

Obwohl der Verein Schulen für Gambia nur über ein geringes Budget verfügt, konnten viele Aufträge an einen zuverlässigen, dem Verein verbundenen Unternehmer erteilt werden: Dabei handelt es sich um die Verlegung einer Wasserleitung in ein Toilette-Gebäude, den Einbau von Toilettentüren, die Reparaturen von Fußböden, die Erneuerung eines Daches und anderes mehr. Dazu kommt die Neuausstattung von 270 Kindern mit vorgeschriebenen Schuluniformen.

Aus privater Kasse finanzierten die Vertreter des Vereins für eine Schule 30 Sack Reis: Damit ist ein einfaches Essen zur Mittagszeit für gute 15 Wochen gesichert. Für eine Schule an einer stark befahrenen Straße wurde eine Mauer finanziert, um künftig Unfälle zu verhindern. Alle beauftragten Projekte befinden sich bereits in der Umsetzung und werden beaufsichtigt.

Ein großes Erlebnis war besonders für die Neulinge Erika Birkle und Selina Schüch der Besuch bei der Gouverneurin der "Südbank": Sie zeigte sich sehr angetan von der Hilfe aus dem Schwabenland. Ihrer Bitte, die Schulen weiterhin zu unterstützen, konnte zugestimmt werden.

Die seit vielen Jahren ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Behörden und den ansässigen Helfern machte es möglich, dass in nur wenigen Tagen alle geplanten Arbeiten erledigt werden konnten. Karl-Heinz Birkle fasste es so zusammen: "War auch so mancher Tag mühsam, am Ende entschädigt das Lachen der Kinder für alle Strapazen!"

 

 

Rangendingen 20. 10. 2018. Der Verein hatte zu einem Info-Nachmittag eingeladen. Vorsitzender Hubert Heck teilte mit, dass im Januar neun Mitglieder nach Gambia reisen werden.

Diese nehmen sich der Verteilung der Hilfsgüter des Containerversands sowie der Ausbezahlung der Patenschaftsgelder (aktuell 150 an der Zahl) an. Nur so sei gewährleistet, dass alles an die richtige Stelle kommt, so wie es der Verein wünscht, meinte Heck. Sehr wichtig sei es, immer wieder nachzuprüfen, ob die in Auftrag gegebenen Leistungen zufriedenstellend ausgeführt wurden.

Weiter ging er auf den jüngsten Besuch in Afrika ein: Von den letzten Geldern kamen immerhin beachtliche 95 Prozent auf direktem Weg den Projekten zugute; lediglich fünf Prozent galten der Finanzierung von Nebenkosten.

Der Vorsitzende zeigte, in welcher Weise den in Gambia lebenden Menschen mit geringen Geldbeträgen geholfen werden kann. So kann zum Beispiel mit 30 Euro ein Sack Reis bezahlt werden, der eine Familie einen Monat ernährt.

Investiert wurde unter anderem in 252 Schuluniformen, in Reis für Schulspeisung, in Fußbälle und Aluteller für Schulkinder. Ebenso in die Reparatur einer Wasserpumpe, eine Elektroinstallation, einen Kochkessel, die Reparatur von Fenstern.

Das Hauptaugenmerk des Vereins liegt auf den elementarsten Dingen wie Trinkwasserversorgung, der ärztlichen Grund- sowie der Schulausbildung. Es werde regelmäßig überprüft, ob die geförderten Kinder den Schulbesuch ernst nähmen. Zudem hat es sich der Vorstand auf die Fahne geschrieben, noch mehr Kinder ins Patenprogramm aufzunehmen. Ein Mitgliederkomitee von Einheimischen kontrolliere, wer bedürftig ist, und welches Kind die Schule besuchen darf. Unter dem Motto "Hilfe für Selbsthilfe" sollen künftig Aufträge an dort ansässige Schreinereien und weitere Handwerker, aber auch an Nähereien (Schuluniformen) vergeben werden. So sei allen gedient. Vom Versenden von Hilfsgütern werde man sich fernhalten.

Die momentan noch vorhandenen Hilfsgüter werden mit dem letzten Containerversand Ende 2018 nach Gambia transportiert. Wer helfen möchte, kann Mitglied bei "Schulen für Gambia" werden und für 30 Euro pro Jahr oder mit einer Spende in Höhe von 105 Euro einem Kind den Schulbesuch für ein Jahr ermöglichen.

 Spenden nimmt "Schulen für Gambia" auf folgendem Konto entgegen: DE 55 6416 3225 0217 5150 02 bei der Volksbank Hohenzollern.

 

Impressionen

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