Mai 2020. Auch Gambia leidet unter den Folgen der Corona-Pandemie. Ein Artikel im Schwarzwälder Boten schildert die aktuelle Lage und berichtet, wie der Verein auch in dieser schwierigen Zeit die Schulen unterstützt.

 

Der Schwarzwälder Bote berichtet:

Erst vor Kurzem reisten Hubert und Martina Heck, Susanne Graner, Susanne Bitzer und Elisabeth Hahn vom Verein "Schulen für Gambia" in das westafrikanische Land.

Das Quintett zahlte die Patenschaften an die rund 120 Kinder aus und gab einige Renovierungsarbeiten in den Schulen in Auftrag. Die Not in den Schulen und bei der Bevölkerung sei trotz des Regierungswechsels vor zwei Jahren sehr groß in Gambia. Es habe sich nicht viel verändert und in den Schulen spüre man es sehr deutlich, dass es an allem fehlt, berichtet Schriftführerin Elisabeth Hahn. "Doch die Kinder sind sehr lernbegierig und besuchen gerne die Schule. Wir sind sehr freudig in den Schulen aufgenommen worden und es wurde uns alles gezeigt. Auch bekommen die Schulen nicht immer den zugesagten Reis für das Mittagessen der Kinder. Da die Vorräte in den von uns unterstützten Schulen leer waren, haben wir hier ebenfalls Hilfe zugesagt und unser Mitarbeiter Morro, der für den Verein vor Ort tätig ist, hat den Reis dann nach unserer Reise an die Schulen ausgeliefert." Auch in Gambia seien seit Wochen die Schulen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen und der Tourismus, eigentlich die große Einnahmequelle des Landes, sei vollends zum Erliegen gekommen.

Auffangnetze wie Kurzarbeit oder Finanzhilfen gibt es nicht

Viele Menschen haben ihre Arbeitsplätze verloren. Solche Auffangnetze wie Kurzarbeit oder Finanzhilfen vom Staat für die Bevölkerung gebe es ohnehin nicht. Vor zwei Wochen habe der Verein "Schulen für Gambia" einen Hilferuf erhalten, dass in den Dörfern rund um die Schuleinrichtungen die Menschen an Hunger leiden. Deshalb habe die Vorstandschaft mit Hubert Heck als Vorsitzender kurzerhand beschlossen, den in den Schulen eingelagerten Reis sowie das Speiseöl zum Kochen an die Dorfbewohner zu verteilen. Dies habe ebenfalls Morro unternommen. Mittels nun zugesandter Bilder habe dieser über die Aktion die Vereinsmitglieder informiert. "Wir hoffen sehr, dass sich die Situation bald wieder ändert, und sind auch immer mit Morro und den Schulleitern in Kontakt", sagt Hahn.

Der Verein freut sich stets über zweckbestimmte Spenden auf das Vereinskonto, wirbt jedoch auch um weitere aktive Mitglieder, um dadurch einen bedeutsamen Beitrag zur Verbesserung der dort herrschenden Lebensbedingungen zu erwirken.

 

Quelle: Schwarzwälder Bote (15.05.2020): "Schulen für Gambia" leistet finanzielle Hilfe vor Ort: