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Juli 1999. Gerhard Riebock sammelt Spenden für Schulprojekte in Gambia in Westafrika.

Private Hilfsorganisationen für Entwicklungsländer gibt es in Haigerloch und Umgebung einige. Meist über persönliche Kontakte, zum Beispiel durch die Weißen Väter oder Missionsschwestern, werden Hilfsprojekte auf unbürokratische Weise unterstützt. Gerhard Riebock zum Beispiel fördert direkt den Bau von Schulen im afrikanischen Gambia.

Gambia ist ein sehr kleines Land in Afrika, wenig beachtet und nur zu einem kleinen Teil touristisch erschlossen. Die Probleme, mit denen dieses Land kämpft, sind aber nicht kleiner als die seiner großen Nachbarn. Es fehlen Schulen, Krankenhäuser,  sauberes Wasser und so weiter. Gerhard Riebock hat sich seit einigen Jahren dem Projekt „Schulen für Gambia verschrieben. Mit einigen Helfern sammelt er Geld für Schulen in dem kleinen afrikanischen Land. Dabei freut er sich über den Rückhalt aus der Bevölkerung, den seine Bemühungen immer wieder finden. So wurden ihm im vergangenen Jahr 2000 Mark aus dem Erls des Internationalen Kinderfestes in Haigerloch zur Verfügung gestellt.

Am kommenden Montag fliegt er wieder nach Afrika. Auf dem Plan steht diesmal die Renovation einer Schule und der Bau eines Brunnens, damit bei der Schule ein Gemüsegarten angelegt werden kann. Mit dem Geld, das er und seine „Kollegen“ in Deutschland und England sammeln, wird vor Ort Material gekauft. Die Leute in Gambia verarbeiten das Material dann selber, allerdings unter Aufsicht. Riebock arbeitet vor Ort mit einer Gruppe von Engländern zusammen, die mehrmals jährlich in Afrika sind und darauf achte, dass das gekaufte Baumaterial nicht „zweckentfremdet“ wird.

Drei Schulen hat die Organisation inzwischen gebaut. Eine vierte ist in Planung, in einem kleinen Dorf im Landesinnern. Überhaupt liegen die Schulprojekte alle im Busch, nicht in touristisch erschossenem Gebiet. Gerhard Riebock wird mit seinen Begleitern während der 14 Tage, die er in Gambia ist, alle Projekte besuchen. Das dauert, denn die Wege sind weit, auch wenn das Land klein ist. Vorwärts kommt man zu Wasser und zu Lande, aber eben nicht schnell.

Die Ausbildung der Bevölkerung, vor allem der Kinder, ist für Riebock ein entscheidender Bestandteil der Entwicklungshilfe. Die Englische Organisation „Schulen für Gambia“, mit der er zusammenarbeitet, sucht jetzt auch Interessenten für Schulpatenschaften. Für 180 Mark im Jahr an, erklärt Gerhard Riebock, kann einem Kind in Westafrika eine Schulausbildung finanziert werden.

16.07.1999